30 Jun
2015

Keine Pflicht zur Löschung nachrangiger Sicherungsrechte, auch wenn kein Erlös zu erwarten ist

Der durch eine nachrangige Zwangssicherungshypothek gesicherte Gläubiger, dessen Recht bei einer Verwertung des Grundstücks wegen dessen wertausschöpfender Belastung durch vorrangige Rechte keinen Anteil am Erlös erwarten lässt, ist nicht verpflichtet, im Insolvenzverfahren über das Vermögen des Grundstückseigentümers zugunsten der vom Insolvenzverwalter beabsichtigten freihändigen lastenfreien Veräußerung des Grundstücks die Löschung seines Sicherungsrechtes zu bewilligen.

Der nachrangige Gläubiger kann auch weiterhin die Löschung seines Sicherungsrechtes von einer Beteiligung am Verwertungserlös abhängig machen, da dies nicht die Insolvenzmasse, sondern den Erlös des vorrangigen Gläubigers reduziert.

(BGH, Urteil vom 30.04.2015, Az.: IX ZR 301/13)

Diese Webseite verwendet Cookies, um die Nutzung der Seite zu überprüfen. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden.