15 Aug
2017

Insolvenzverfahren über das Vermögen der BFI Bank AG, Dresden, Az. 556 IN 1246/03

Im Jahr 2003 eröffnete das Amtsgericht Dresden das Insolvenzverfahren über das Vermögen der BFI Bank AG. Am 06.10.2015 fand der Schlusstermin statt.

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Im Jahr 2003 eröffnete das Amtsgericht Dresden das Insolvenzverfahren über das Vermögen der BFI Bank AG. Am 06.10.2015 fand der Schlusstermin statt. Der Schlussbericht, die Schlussrechnungslegung und das vom Verwalter vorgelegte Verteilungsverzeichnis wurden von den Gläubigern bestätigt.

Die meisten Gläubiger erhielten auf ihre festgestellten Forderungen in drei Vorabverteilungen bereits eine Insolvenzquote von 39% ausbezahlt. Die Schlussverteilung von weiteren 7,12% ist zum überwiegenden Teil abgeschlossen.

So wurden bislang an 10.960 Gläubiger die Zahlungen veranlasst. Ungefähr 3.600 Quotenzahlungen sind noch offen, da die Gläubiger keine Bankverbindung mitteilten oder unbekannt verzogen sind. Die diesen Gläubigern zustehenden Gelder werden zu hinterlegen sein.

Eine Aufhebung des Verfahrens kann erst nach vollständiger Verteilung oder Hinterlegung erfolgen. Hiermit ist frühestens im IV. Quartal 2017 zu rechnen.

Stand: Dezember 2016

07 Aug
2017

Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten gemäß der Datenschutz-Grundverordnung

Die EU-Datenschutz-Grundverordnung gilt ab 25. Mai 2018. Bis dahin müssen alle Regelungen der Verordnung in die gesamten unternehmerischen Prozessabläufe implementiert werden (Beitrag in englischer Sprache).

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27 Jul
2017

Rückforderung von Einspeisevergütung bei fehlender Meldung an die Bundesnetzagentur

Beim BGH sind derzeit eine Reihe von Verfahren anhängig, welche die Rückforderung von Einspeisevergütung für Strom aus erneuerbaren Energien, insbesondere Photovoltaik betreffen.

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Beim BGH sind derzeit eine Reihe von Verfahren anhängig, welche die Rückforderung von Einspeisevergütung für Strom aus erneuerbaren Energien, insbesondere Photovoltaik betreffen. Es geht dabei darum, dass der Anlagenbetreiber die Anlage zu spät bei der Bundesnetzagentur angemeldet hatte. Die vor der Anmeldung an den Anlagenbetreiber gezahlte Einspeisevergütung verlangte der Netzbetreiber zurück. Mit Urteil vom 05.07.2017 (VIII ZR 147/16) hat der BGH dem Netzbetreiber in letzter Instanz Recht gegeben und den Anlagenbetreiber zur Rückzahlung verurteilt. Der Anlagenbetreiber hatte eingewandt, er hätte darüber aufgeklärt werden müssen. Der BGH sah keine Aufklärungspflicht des Netzbetreibers, zudem gab es eine Checkliste, in welcher der Netzbetreiber u.a. abfragte, ob die Anlage bei der Bundesnetzagentur angemeldet sei. Dies hatte der Anlagenbetreiber angekreuzt.

Gestützt wird die Rückforderung auf eine bislang kaum in Erscheinung getretene Vorschrift, § 57 Abs. 5 EEG. Die Vorschrift regelt eigentlich das Verhältnis von Übertragungsnetzbetreiber und Netzbetreiber. Der Netzbetreiber ist verpflichtet, dem Anlagenbetreiber die Einspeisevergütung zu bezahlen. Diese Zahlung erhält der Netzbetreiber dann vom Übertragungsnetzbetreiber erstattet. Zahlt dieser zu viel, ist er verpflichtet, den Mehrbetrag vom Netzbetreiber zurück zu fordern. Soweit, so gut, dies betrifft den Anlagenbetreiber nicht. Allerdings enthält § 57 EEG 2017 in Abs. 5 Satz 4 (früher Satz 3) eine Regelung, wonach diese Rückforderungspflicht auch zwischen Netzbetreiber und Anlagenbetreiber gilt. Liegen also die Voraussetzungen vor, dann hat der Netzbetreiber keinen Spielraum, er muss die zu viel gezahlten Beträge zurückfordern. Derzeit sind solche Rückforderungen nur aus Schleswig-Holstein bekannt; angesichts des zwingenden Charakters des § 57 EEG ist es aber nur eine Frage der Zeit, bis weitere Netzbetreiber Forderungen stellen. Bundesweit lag die Zahl der zu spät angemeldeten Anlagen allein 2015 bei 4500 und 2016 bei 8700.

Rechtsanwalt Armin Schürer

dmp@derra-b.de

Stand: 07/2017

26 Jul
2017

Daten von Geschäftspartnern europaweit einsehen

Im Zuge der Globalisierung gehören grenzüberschreitende unternehmerische Aktivitäten immer mehr zum Tagesgeschäft.

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Im Zuge der Globalisierung gehören grenzüberschreitende unternehmerische Aktivitäten immer mehr zum Tagesgeschäft. Da Geschäftsbeziehungen mit ausländischen Unternehmen oft mit erhöhten wirtschaftlichen Risiken einhergehen, z.B. auf Grund der erschwerten Geltendmachung von Forderungen im Ausland, ist es umso wichtiger, sich im Vorfeld über seine künftigen Geschäftspartner zu informieren. Gleichermaßen kommt es immer häufiger vor, dass Unternehmen in verschiedenen Staaten mit eigenen Niederlassungen oder Tochtergesellschaften vertreten sind. Sowohl bei Unternehmern und Behörden, als auch auf Seiten der Verbraucher steigt daher das Bedürfnis, schnell und unkompliziert Informationen über seine ausländischen Vertragspartner einzuholen. Neben der bloßen Feststellung, ob ein Unternehmen tatsächlich rechtlich existent und im nationalen Handelsregistern verzeichnet ist, geht es auch um die Frage, wer tatsächlich hinter dem Unternehmen steht und als wie vertrauenswürdig und finanzstark das Unternehmen eingestuft werden kann.

Um diesem Bedürfnis Rechnung zu tragen und durch mehr Transparenz das Vertrauen in den grenzüberschreitenden Handel im Binnenmarkt zu stärken, hat die EU-Kommission auf ihrem Europäischen Justizportal eine Plattform eingerichtet, über die europaweit nach Unternehmen und deren Tochtergesellschaften recherchiert werden kann. Miteinander vernetzt wurden die Zentral-, Handels- und Gesellschaftsregister von derzeit 12 europäischen Staaten. Abgerufen werden können neben Daten über Unternehmen der angeschlossenen Mitgliedsstaaten, auch Informationen über ausländische Niederlassungen und länderübergreifende Fusionen zwischen Unternehmen.

Die Verknüpfung von nationalen Unternehmensregistern (Business Registers Interconnection System – BRIS) ist eine gemeinsame Initiative der Regierungen der EU-Mitgliedstaaten und der Europäischen Kommission. Gemäß der Richtlinie 2012/17/EU, die der Maßnahme zu Grunde liegt, sollen die Unternehmensregister aller EU-Länder sowie Islands, Liechtensteins und Norwegens erfasst werden. Derzeit sind noch nicht alle Mitgliedstaaten angebunden; eine zügige Einbeziehung aller Länder ist aber geplant.

In der praktischen Handhabung ist festzustellen, dass die verfügbaren Informationen ja nach Mitgliedsstaat variieren. Teilweise können unternehmensbezogene Dokumente, wie Gründungsurkunde, Bilanzen etc. direkt und kostenfrei über das Portal nach Übermittlung eines entsprechenden Links abgerufen oder kostenpflichtig bestellt werden, teilweise sind jedoch keinerlei Dokumente eingestellt, so dass nach wie vor auf nationale Unternehmensregister zurückgegriffen werden muss. Die nationalen Register, die auf Grund sprachlicher Barrieren oft nur unter Hinzuziehung von Dienstleistern eingesehen werden können, wird das Portal daher sicherlich nicht ersetzen können. Als Tool für eine erste schnelle und unkomplizierte Informationsbeschaffung kann das Portal jedoch sicherlich wertvolle Dienste erweisen.

Link zum Portal: https://e-justice.europa.eu/content_find_a_company-489-de.do?clang=de

Rechtsanwältin Ruth Witten-Violetti

dmp@derra-d.de

Stand: 07/2017

17 Jul
2017

Haftungsverschärfung für Steuerberater einer später insolventen GmbH

Den Gesetzen des Marktes folgend, kann es jeden Steuerberater treffen, dass von ihm betreute Kapitalgesellschaften (GmbH, Aktiengesellschaft) in Insolvenz geraten.

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Den Gesetzen des Marktes folgend, kann es jeden Steuerberater treffen, dass von ihm betreute Kapitalgesellschaften (GmbH, Aktiengesellschaft) in Insolvenz geraten. Neben dem Wegbrechen des Mandats als solchem bestehen hierbei nicht zu unterschätzende Haftungsrisiken im Zusammenhang mit seitens des Steuerberaters im Vorfeld der Insolvenz gefertigten Bilanzen.

Die bisherige höchstrichterliche Rechtsprechung ging davon aus, dass bei einem allgemeinen, steuerrechtlichen Mandat grundsätzlich keine Pflicht besteht, die Mandantin auf eine mögliche Insolvenzantragspflicht und eine ständige Überwachungspflicht des Geschäftsführers hinzuweisen. Hintergrund dieser Rechtsprechung war die Annahme der Gerichte, dass der Steuerberater gegenüber dem Geschäftsführer bzw. der Gesellschaft kein überlegenes Wissen habe, sondern nur die „reinen Zahlen“ kenne.

Der Bundesgerichtshof hat in einer aktuellen Entscheidung die Verantwortlichkeit des Steuerberaters deutlich anders gewichtet und dessen Haftung im Zusammenhang mit der Erstellung von Bilanzen erheblich verschärft.

Die Haftung des Steuerberaters einer GmbH oder Aktiengesellschaft ist hierbei unter zweierlei Gesichtspunkten in Betracht zu ziehen:

Erster Haftungsansatz ist die Erstellung eines mangelhaften Jahresabschlusses. Des Weiteren droht aber selbst dann eine Haftung, wenn ein Jahresabschluss mangelfrei erstellt wurde, aber im konkreten Fall bestehende Hinweis- und Warnpflichten verletzt wurden.

Bei der erstgenannten Haftungsalternative geht es im Kern darum, dass ungeachtet einer bestehenden Insolvenzreife der Gesellschaft zu Unrecht von Fortführungswerten ausgegangen wird. Eine Haftung des Steuerberaters droht in diesen Fällen dann, wenn dem beauftragten Steuerberater Unterlagen vorliegen bzw. ihm Umstände bekannt sind, welche einer Bilanzierung nach Fortführungswerten entgegenstehen. In diesem Fall ist der Steuerberater verpflichtet, vom Mandanten abklären zu lassen, ob dennoch Fortführungswerte zugrunde gelegt werden. Derartige Indizien, welche ein aktives Handeln des Steuerberaters erfordern, sind beispielsweise eine bilanzierte Überschuldung, ersichtliche Liquiditätsschwierigkeiten, (langjährige) erhebliche Verluste, ersichtliche wirtschaftliche Schwierigkeiten. Zwar ist der Steuerberater in derartigen Fällen nicht verpflichtet, diesbezüglich selbst eine Aufklärung zu betreiben, er muss sich jedoch an die Geschäftsführung wenden und sich zumindest plausibel darlegen lassen, weshalb ungeachtet dieser besonderen Umstände eine positive Fortführungsprognose angenommen werden kann. Ein pauschaler Hinweis des Geschäftsführers, dass ihm beispielsweise eine bilanzielle Überschuldung bekannt sei, vermag hierbei den Steuerberater nicht zu entlasten. Weist der Steuerberater – ohne Berücksichtigung der vorgenannten Grundsätze (wie sich im späteren Fall der Insolvenz der Mandantin objektiv herausstellt) – zu Unrecht Fortführungswerte in der Bilanz aus, macht er sich schadensersatzpflichtig.

Je nach Zuschnitt des Unternehmens können die Ersatzforderungen hierbei ganz erheblich sein.

Eine Haftung des Steuerberaters kommt zudem bei der Verletzung von Hinweis- und Warnpflichten in Betracht. Derartige Pflichten des Steuerberaters können dann bestehen, wenn dieser einen Insolvenzgrund bei seiner Mandantin erkennt oder für ihn ernsthafte Anhaltspunkte eines Insolvenzgrunds offenkundig sind. Weiteres Erfordernis ist, dass der Steuerberater annehmen muss, dass seiner Mandantin die mögliche Insolvenzreife nicht bewusst ist. Der Bundesgerichtshof hat hierbei seine bisherige Rechtsprechung, dass dem Geschäftsführer eine Unterbilanz der Gesellschaft grundsätzlich ohne weiteres ersichtlich ist und der Steuerberater deshalb keinen Hinweis erteilen muss, ausdrücklich aufgegeben.

Für die Praxis der Tätigkeit des Steuerberaters bei der Erstellung von Jahresabschlüssen ergibt sich aus vorgenannter Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs die Notwendigkeit, bei Überschuldungsproblematiken einen insolvenzrechtlichen Überschuldungsstatus erstellen zu lassen und im Falle der Bejahung einer insolvenzrechtlichen Überschuldung die Fortführungsprognose zu prüfen. Gleichfalls wäre bei Hinweisen auf eine Zahlungsunfähigkeit ein Liquiditätsstatus zu erstellen.

Vorstehendes ist allerdings nicht Aufgabe des mit der Erstellung des Jahresabschlusses beauftragten Steuerberaters selbst. Er muss aber den dargelegten Warn- und Hinweispflichten nachkommen.

Aus Sicht des Steuerberaters ist es für Zwecke der Beweissicherung äußerst wichtig, alle mit der Geschäftsleitung geführten Gespräche zur Frage der Insolvenzreife ordnungsgemäß zu dokumentieren. Sollte tatsächlich später im Einzelfall eine Inanspruchnahme durch einen Insolvenzverwalter erfolgen, sollte hier von spontanen eigenen Einlassungen abgesehen und vielmehr professionelle Hilfe in Anspruch genommen werden, um eine Argumentation anhand der rechtlichen Vorgaben der aktuellen höchstrichterlichen Entscheidung aufbauen zu können.

Rechtsanwalt Matthias Ernst

dmp@derra-ba.de

Stand: 07/2017

11 Jul
2017

Leitfaden Italien – Kaufen Verkaufen Investieren

Seit ca. 30 Jahren berät die Kanzlei Derra, Meyer & Partner in allen Fragen des Wirtschaftsrechts in deutsch-italienischen Handelsbeziehungen.

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Seit ca. 30 Jahren berät die Kanzlei Derra, Meyer & Partner in allen Fragen des Wirtschaftsrechts in deutsch-italienischen Handelsbeziehungen.

Im Zuge dieser anwaltlichen Beratungstätigkeit haben sich Themenbereiche herauskristallisiert, die immer wieder Gegenstand von Anfragen von Personen oder Unternehmen sind, die geschäftliche Beziehungen mit italienischen Handelspartnern unterhalten oder solche anstreben.

Die im italienischen Referat von Derra, Meyer & Partner tätigen Rechtsanwälte haben erstmals im Jahre 2003 diese praxisrelevanten Problemfelder im Rahmen eines Leitfadens für Unternehmer aufgegriffen und mit einführenden Hinweisen versehen. Vermittelt werden sollte ein erster Eindruck von dem rechtlichen Umfeld unternehmerischer Tätigkeit in Italien. Ziel war es vor allem, das Augenmerk auf mögliche Risiken zu lenken. Es sollten aber auch Anregungen für die alternative Gestaltung oder Ausweitung der Geschäftstätigkeit gegeben werden.

Nachdem die Informationsschrift aus dem Jahre 2003 trotz mehrfacher Neuauflagen unterdessen vergriffen ist, soll nun eine aktualisierte und erweiterte Neubearbeitung auch in digitaler Form zum Download vorgelegt werden. Stets aktuelle Veröffentlichungen sind auch auf unserer Homepage unter www.derra.eu zu finden.

Für ergänzende Informationen – auch zu Themenbereichen, die in der Informationsschrift nicht berücksichtigt sind - stehen Ihnen Ihre Ansprechpartner bei Derra, Meyer & Partner jederzeit gerne zur Verfügung. Namen, Anschriften und Rufnummern finden Sie im Anhang der Informationsschrift und im Internet unter www.derra.eu

Stand: Mai 2017

05 Jul
2017

Neues Gesetz zum Insolvenzverfahren in Italien (Beitrag in italienischer Sprache)

Alle ab dem 26.06.2017 in Italien eröffneten Insolvenzverfahren unterstehen nunmehr der neuen Verordnung 848/2015 zur Regelung von Insolvenzverfahren, welche nicht die Liquidation des Unternehmens, sondern den Erhalt unternehmerischer Strukturen in den Vordergrund stellt.

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Il nuovo Regolamento 848/2015 sulle procedure di insolvenza entrato in vigore il 25 giugno 2015 sarà applicato alle procedure di insolvenza aperte successivamente al 26 giugno 2017.

Una prima novità a livello di impostazione generale: le procedure fallimentari non sono considerate solo a livello liquidatorio, ma come strumenti per conservare l’organizzazione imprenditoriale con la finalità, espressamente dichiarata dal Regolamento, di garantire “il buon funzionamento del mercato interno”.

Rispetto al precedente Regolamento (848/2015) queste le principali novità.

In primo luogo,  risulta ampliato l’ambito di applicazione del nuovo Regolamento (art. 1), nel cui perimetro rientrano non solo le procedure fondate sullo stato di insolvenza o che prevedono lo spossessamento del debitore, o la nomina di un Curatore, ma anche a quelle che prevedono la sottoposizione dei beni  del debitore al controllo / sorveglianza del Giudice o a quelle per cui la sospensione dalle azioni esecutive è concessa  da un Giudice o prevista dalla legge.

In concreto, l’allegato A al regolamento che contiene l’elenco delle procedure concorsuali che rientrano nell’applicazione del Regolamento, per quanto concerne l’Italia comprende anche:
- gli accordi di ristrutturazione dei debiti;
- le procedure di composizione delle crisi da sovra indebitamento;
- la liquidazione dei beni.

Per quanto concerne la competenza giurisdizionale, fermo restando il principio secondo il quale la procedura deve essere aperta  innanzi al giudice del luogo in cui è situato il centro di interessi principale del debitore, sono state introdotte alcune specificazioni e presunzioni.

Il centro di interessi principali (ossia COMI, acronimo di Center Of Main Interest) è definito come quel “luogo in cui il debitore esercita la gestione dei suoi interessi in modo abituale e riconoscibile da terzi”.

Le presunzioni introdotte dall’art. 3 del Regolamento  situano il COMI, per le società  e le persone giuridiche, in coincidenza con il luogo nel quale è situata la sede legale; per le persone fisiche che esercitano un’attività  imprenditoriale e/o professionale, nel luogo in cui è il centro principale di tale attività e per le persone fisiche il luogo di residenza.

Tra i propositi perseguiti, così come sancito dal Considerando 29 del Regolamento, vi è poi quello di reprimere il fenomeno del c.d. “forum shopping pretestuoso o fraudolento”.

Per forum shopping si intende, in questo contesto, la pratica che si sostanzia nel trasferimento della sede o dei beni sociali da uno Stato membro all’altro con l’obiettivo di ottenere una posizione giuridica più favorevole a danno della massa dei creditori.

In concreto, il motivo dello spostamento della sede sociale all’estero potrebbe essere quello di godere di una normativa straniera meno incisiva per quel che riguarda la tutela dei creditori privilegiati oppure quello di inibire eventuali azioni revocatorie.

Proprio nell’ottica di neutralizzare tali pratiche, le presunzioni di cui all’art. 3 del Regolamento non operano qualora nei 3/6 mesi precedenti all’apertura della Procedura la sede legale o la residenza siano state mutate.

Particolare attenzione  è poi posta per le procedure secondarie (non necessariamente volte alla liquidazione) con il chiaro intento da parte del nuovo Regolamento di rendere  più armonioso il coordinamento fra procedura principale e secondaria con la espressa previsione di una specifica disciplina per la cooperazione e le comunicazioni fra organi delle procedure, fra amministratori e giudici e fra i giudici dei vari Stati.

Anche nel caso di gruppo di società una precisa regolamentazione  (artt. 56/77) prevede  una procedura di insolvenza ad hoc e nel caso in cui siano aperte procedure di insolvenza  per diverse società del gruppo un obbligo di reciproca collaborazione e comunicazione per gli amministratori dei vari gruppi. 

Sempre nell’ottica di una migliore collaborazione sono stati istituiti  (con termine a decorrere dal 26.06.2018) i registri elettronici fallimentari in cui vengono pubblicate tutte le informazioni sulle procedure di insolvenza nei vari Stati. I registri dovranno poi essere interconnessi (a decorrere dal giugno 2019) a cura della Commissione sul portale europeo della giustizia elettronica, in modo da facilitare l’accesso alle informazioni contenute da parte di creditori e giudici nazionali. 

Avvocato Manuela Ferrari

dmp.milano@derra.it

Stand: 07/2017

04 Jul
2017

Kündigung per Whatsapp – wirksam oder nicht?

Die modernen Medien gestalten heute fast alle Aspekte des menschlichen Zusammenlebens – auch im Arbeitsrecht.

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Die modernen Medien gestalten heute fast alle Aspekte des menschlichen Zusammenlebens – auch im Arbeitsrecht. Im Zeichen der Beschleunigung werden nun nicht nur harmlose Textnachrichten per sms oder Whatsapp verschickt, sondern auch Kündigungen. Aber ist so eine Kündigung wirksam? Das kommt darauf an – und zwar auf das Land, in dem sie ausgesprochen ist.

In Deutschland bedürfen Kündigungen § 623 BGB zur ihrer Wirksamkeit der Schriftform. Eine SMS wahrt die erforderliche Schriftform nicht. Nach § 126 BGB erfordert die Schriftform die eigenhändige Unterzeichnung der Urkunde durch den Aussteller und hieran fehlt es bei einer SMS. Die elektronische Form ist für die Kündigung nach § 623 BGB ausdrücklich ausgeschlossen. Eine per sms oder Whatsapp ausgesprochene Kündigung ist daher  § 125 Satz 1 BGB nichtig.

Anders in Italien.

In unterschiedlichen Breitengraden des Landes haben bereits im Jahr 2016 das Landgericht Genua und nun im Juni 2017 auch das Landgericht Catania entschieden, dass sowohl eine Kündigung per sms als auch per whatsapp wirksam sind.

Auch in Italien bedarf die Kündigung nach Art. 2 Abs. 1 Gesetz 604/1966 der Schriftform (die elektronische Form ist nicht ausdrücklich ausgeschlossen).

Üblicherweise wird daher dem Arbeitgeber geraten, dem Arbeitnehmer die Kündigung entweder per Einschreiben mit Rückschein oder persönlich gegen Unterzeichnung einer Empfangsbestätigung zu übergeben. Letzterer Punkt ist wichtig, denn unterschreibt der Arbeitnehmer nicht, kann der Beweis der Bekanntgabe der Kündigung in Schriftform später unter Umständen auch nicht durch anwesende Zeugen erbracht werden – jedenfalls dann nicht, wenn der Arbeitnehmer die Existenz eines Schreibens als solches bestreitet. In diesem Fall fehlt es nach höchstrichterlicher Rechtsprechung eben gerade an dem Nachweis der Schriftform, der nur im Ausnahmefall durch Zeugen erbracht werden kann.

Eine dem Arbeitnehmer zugesendete sms dagegen genügt daher nach Auffassung des LG Genua dem Schriftformerfordernis; die sms enthalte auch eine elektronische Unterschrift. In diese Richtung hat nun im Juni 2017 auch das LG Catania entschieden. Auch eine dem Arbeitnehmer per Whatsappnachricht zugegangene Kündigung erfülle das Schriftformerfordernis. Es reicht also nach dem neuesten Urteil aus, dass dem Arbeitnehmer der unmissverständliche Wille des Arbeitgebers, ihn zu kündigen, ausschließlich auf elektronischem Weg mitgeteilt wird.

Trotz dieser beiden Urteile ist auch dem modernen Arbeitgeber davon abzuraten, sich bei der Kündigung nur auf die social media verlassen, denn ob alle Arbeitsgerichte in der gleichen Art und Weise entscheiden werden, ist keineswegs sicher.

Rechtsanwältin Dr. Stefanie Lebek

dmp.milano@derra.it

Stand: 07/2017

Veranstaltungen

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26 Okt
2017

BvD-Herbstkonferenz Datenschutz

Gutachten des BvD zu Stellung, Pflichten und Haftung des DSB in der DS-GVO

Referent
Stefan Eßer, Konrad Menz

Ort
Stuttgart

Veranstaltungszeitraum
26.10.2017 bis 27.07.2017

Programm und Anmeldung
26 Okt
2017

BvD-Herbstkonferenz Datenschutz

Zusammenarbeit bei Prüfungen und Kontrollen der Aufsichtsbehörden – Künftige Bußgeldpraxis in der EU

Referent
Dr. Jens Eckhardt , Dr. Stefan Brink, Landesbeauftragter Datenschutz Baden-Württemberg

Ort
Stuttgart

Veranstaltungszeitraum
26.10.2017 bis 27.07.2017

Programm und Anmeldung
16 Okt
2017

Intensiv-Seminar: Daten sammeln, analyiseren und nutzen – Data Driven Marketing

Rechtliche Rahmenbedingungen: Was ist erlaubt und wo sind die Grenzen des rechtlich Zulässigen?

Referent
Dr. Jens Eckhardt

Ort
Frankfurt a.Main

Veranstaltungszeitraum
16.10.2017 bis 17.10.2017

Programm und Anmeldung
25 Sep
2017

Datenschutztag 2017

Die EU-Datenschutzgrundverordnung

Referent
Dr. Jens Eckhardt, Konrad Menz

Ort
Köln

Programm und Anmeldung
13 Sep
2017

Die neue EU-Datenschutz-Grundverordnung – Sind Sie bereit?

Rechtliche Grundlagen und wesentliche Neuerungen der Datenschutz-Grundverordnung

Referent
Dr. Jens Eckhardt

Ort
Dresden

Programm und Anmeldung
12 Sep
2017

LSZ Training: Sourcing Life Cycle Management

Referent
Dr. Jens Eckhardt

Ort
Wien

Programm und Anmeldung
27 Jun
2017

Dokumentation, Meldepflichten und IT-Sicherheitsmanagement nach der DS-GVO

Referent
Dr. Jens Eckhardt

Ort
Köln

Programm und Anmeldung
23 Jun
2017

Risikofeld Datenschutz: Hinweise für die Verwalterpraxis

Referent
Dr. Jens Eckhardt

Ort
Frankfurt a.M.

Programm und Anmeldung

Herzlich willkommen auf der Internetpräsenz der Kanzlei Derra, Meyer & Partner!

Viele Dinge des täglichen Lebens tangieren Bereiche des Rechts, im Privaten sowie im Geschäftlichen gleichermaßen. Es entsteht ein Spannungsgefüge, das mit komplexen Rechtsvorschriften und dementsprechenden Risiken verbunden ist. Als spezialisierte Rechtanwälte, Steuerberater und Sanierungsberater sehen wir unsere Aufgabe darin, Sie bei Ihren Vorhaben partnerschaftlich zu begleiten. Derra, Meyer & Partner Rechtsanwälte PartGmbB vertritt Ihre Interessen in nahezu allen Rechtsgebieten mit einer besonderen Spezialisierung auf den internationalen Rechtsverkehr.

Juristische Vertretung im In- und Ausland

Derra, Meyer & Partner Rechtsanwälte PartGmbB versteht sich als Full-Service-Dienstleister und ist derzeit an elf Kanzleistandorten vertreten. Ausgehend von der Gründung im Jahre 1980 durch Hans-Jörg Derra, begann die Expansion unseres Netzwerks in allen Teilen Deutschlands, in Italien und Polen. Durch verschiedene Kooperationen ist es uns möglich, Ihnen darüber hinaus eine Vertretung in Rechtsangelegenheiten in Russland, Dänemark und im Baltikum anzubieten.

Unsere Unternehmensphilosophie ist daran ausgerichtet, Potenziale auszuschöpfen – nach diesem Prinzip arbeiten über 40 Rechtsanwälte an der Durchsetzung Ihrer Interessen. Wir begleiten Sie bei Ihrem Anliegen und sorgen dafür, mögliche Risiken weitestgehend abzusichern. Im Verbund von Derra, Meyer & Partner Rechtsanwälte PartGmbB arbeiten spezialisierte Rechtsanwälte, Insolvenzverwalter, Steuerberater und Sanierungsberater stets daran, Chancen und Möglichkeiten für Sie nutzbar zu machen.

Über 30 Jahre Einsatz für die Interessen unserer Mandanten - europaweit

Eines der zentralen Anliegen unserer Tätigkeit ist es, Vertrauen aufzubauen. Wir wollen ein zuverlässiger Ansprechpartner sein für alle inländischen, aber auch grenzüberschreitenden Rechtsangelegenheiten im privaten und geschäftlichen Bereich. Unser Engagement gilt Unternehmern und Privatpersonen, aber ebenso auch Institutionen und Verbänden. Durch über 30 Jahre Erfahrung ist es uns möglich, Kompetenzen genau an der Stelle zu binden, wo sie benötigt werden – an insgesamt acht deutschen Kanzleistandorten sowie mit eigenen Niederlassungen in Italien und Polen. Werden Aspekte des ausländischen Rechts berührt, stellt dies kein Hindernis in der Bearbeitung Ihres Falles dar. Derra, Meyer & Partner setzt im internationalen Rechtsverkehr auf Kooperationen innerhalb der DIRO, einem europäischen Rechtsanwaltsnetzwerk, deren Gesellschafter dmp ist.

Die Berücksichtigung aller juristischen Aspekte – gelebte Praxis bei dmp

Durch das in unseren Büros gebündelte Know-how wissen wir, dass sich im Laufe einer juristischen Auseinandersetzung stets mehrere Optionen ergeben können. Die Fokussierung auf juristisches Wissen, das durch die Fachanwaltstitel vieler unserer Berufsträger nachgewiesen ist, bildet dabei die Basis. Von Fall zu Fall unterstützen wir Sie in allen rechtlichen Aspekten sowohl beratend, als auch vor Gericht oder im Rahmen besonderer Schieds- und Mediationsverfahren.

Die Vielfalt unseres Netzwerks wird durch kulturelle und branchenspezifische Kompetenz unterstrichen. Wir verstehen unsere Tätigkeit als Vermittler in Zeiten einer sich stetig beschleunigenden Globalisierung und Digitalisierung, im Wirtschaftsleben oder dem privaten Umfeld gleichermaßen.

Besondere Schwerpunkte unserer Tätigkeit sind:

Grenzüberschreitende Transaktionen und Fragestellungen, mit dem Fokus auf Rechtsverkehr von Deutschland mit Italien, Russland, Polen und Dänemark

  • Insolvenzrecht und Insolvenzberatung
  • Arbeitsrecht
  • Handels- und Gesellschaftsrecht
  • Vertriebsrecht
  • Datenschutz- und IT-Recht
  • Steuer- und Wirtschaftsstrafrecht

Gemäß dem Ansatz eines Full-Service-Dienstleisters sind auch Steuerberater bei Derra, Meyer & Partner tätig, die bei steuerrechtlichen oder betriebswirtschaftlichen Fragestellungen jederzeit hinzugezogen werden können. Soweit erforderlich kooperieren wir auch mit externen Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern.

Setzen Sie Ihr Vertrauen in Derra, Meyer & Partner – Ihr starker Partner in allen Rechtsaspekten, privat oder geschäftlich!

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