15 Dez
2014

Ravensburg

Als vorläufiger Insolvenzverwalter über das Vermögen der Lischma Betonwerke Lindenmann GmbH & Co.KG (Laupheim) informiere ich unter Bezugnahme auf die Pressemitteilung vom 27.10.2014 zur seither eingetretenen weiteren Entwicklung im gegenständlichen Insolvenzeröffnungsverfahren wie folgt: 

Es werden weiterhin alle Arbeitnehmer beschäftigt. Arbeitsrechtliche Maßnahmen wurden seit dem 24.10.2014 nicht ergriffen und sind künftig mit Blick auf die gute Auslastung des Werkes auch nicht geplant. In den vergangenen 7 Wochen wurde der Geschäftsbetrieb stabilisiert. Die mit Kunden, Lieferanten und den Hauptgläubigern geführten Gespräche und deren durchweg positive Resonanz haben hierzu in einem gehörigen Maße beigetragen. Es konnten zusätzliche Aufträge in einem Volumen von rund € 1,5 Millionen geworben und unterzeichnet werden, die eine Auslastung bis in den April 2015 zur Folge haben. Um diese Auslastung zu optimieren, laufen derzeit noch konkrete Verhandlungen über weitere Aufträge in einem 7-stelligen Volumen. Zudem nimmt das Unternehmen uneingeschränkt an geeigneten Bieterverfahren und Ausschreibungen teil.

Die Belegschaft ist ebenfalls in die laufenden Entwicklungen aktuell mit eingebunden. So fand ein Informationsaustausch in einer weiteren Betriebsversammlung am 14.11.2014 sowie anlässlich der gut besuchten Weihnachtsfeier am 12.12.2014 statt.

Zwischenzeitlich haben sich rund 10 ernstzunehmende Interessenten bei der vorläufigen Insolvenzverwaltung gemeldet, die durchweg branchenaffin sind. Mit diesen wurden erste sondierende Gespräche geführt, um die Anforderungen an und die Voraussetzungen für eine bestmögliche und langfristig erfolgreiche Fortführung des Unternehmens mit einem neuen Partner ausloten und eingrenzen zu können. Vermutlich Ende Januar 2015 kann eine Festlegung auf einen engeren Interessentenkreis erfolgen, mit dem sodann in konkrete Verhandlungen eingetreten wird.

Die laufenden Entwicklungen stimmt die vorläufige Insolvenzverwaltung mit dem zwischenzeitlich durch das Amtsgericht – Insolvenzgericht – Ravensburg eingesetzten vorläufigen Gläubigerausschuss ab. Dieser wird am 18.12.2014 erstmals auf dem Werksgelände des Schuldnerunternehmens in Laupheim tagen.

Eine Entscheidung des Insolvenzgerichts über die Eröffnung des Verfahrens ist weiterhin für Anfang des Jahres 2015 zu erwarten.

 

Ulm, den 15.12.2014

Konrad Menz
Rechtsanwalt 
vorläufiger Insolvenzverwalter 

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