22 Mär
2016

CSA Beteiligungsfonds 4 und 5 – Das Geld ist weg! Und nun?

Viele Anleger haben in den Jahren 2002 bis 2004 eine Kapitalanlage vermittelt bekommen, die häufig als absolut risikoarme und konservative Geldanlage angepriesen wurde. Jetzt stellt sich heraus, dass die beiden Private-Equity-Fonds CSA 4 und CSA 5 insolvent sind, ohne dass der zuständige Insolvenzverwalter eine Chance auf eine dauerhafte Fortführung des Unternehmens sieht.

Kein Wunder wenn man bedenkt, dass derzeit ein Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Würzburg gegen fünf Verdächtige läuft, die im Zusammenhang mit den beiden Fonds und diverser anderer Firmen ein schwer zu durchblickendes Firmengeflecht aufgebaut und die Gelder ihrer Anleger veruntreut haben sollen. Dabei handelt es sich um einen Betrag in Höhe von mindestens 50 Mio. €, die allein der Fonds CSA 4 durch mittelbare Kommanditbeteiligungen vereinnahmt hat.

Nicht genug, dass viele, meist private Anleger, ihre bereits getätigte Einlage als verloren sehen, flattert in letzter Zeit oftmals auch noch ein Brief des zuständigen Insolvenzverwalters, Herr Dr. Schädler, ins Haus. Der Insolvenzverwalter macht die Runde, um noch offene Einlageforderungen einzutreiben. Dabei hilft ihm der Aufbau der beiden Fonds, die so gestaltet sind, dass die einzelnen Anleger als mittelbare Kommanditisten in die Gesellschaft eintreten. Die Anleger wurden mit jährlichen sog. „gewinnunabhängigen Entnahmen“ bei Laune gehalten. Doch was die Anleger zumeist nicht wussten ist, dass der Insolvenzverwalter diese Entnahmen bis zur Höhe der gezeichneten Einlagesumme zurückfordern kann.

Die Staatsanwaltschaft Würzburg hat das Vermögen der fünf Verdächtigen sichergestellt, um ein Rückgewinnungshilfeverfahren für die betroffenen Anleger durchzuführen. Dabei kann sich der einzelne Anleger schon mal überrollt fühlen, denn wie soll er das anstellen und lohnt sich das Vorgehen überhaupt? Die Fragen sind berechtigt, denn auch wenn unklar ist, wie hoch das sichergestellte Vermögen ist, es wird zumindest nicht ausreichen, um alle Anleger schadlos zu stellen.

Deshalb gleicht der Zugriff einem Wettlauf, der bereits mit der Veröffentlichung der Sicherstellungsbenachrichtigung am 07.12.2015 begonnen hat. Das Verfahren erscheint langwierig und verursacht dem Anleger weitere Kosten auf denen er für den Fall, das nichts mehr von dem Vermögen übrig ist, am Ende sitzen bleibt.

Bedeutet das aber jetzt, zähneknirschend auch den Insolvenzverwalter zu bezahlen und das ganze Geld verloren zu geben? Nicht unbedingt:

Um die Anleger vor weiteren finanziellen Belastungen zu schützen und das angelegte Geld wenn möglich zurückzuerlangen, vertreten wir eine Vielzahl betroffener Anleger. Für diese bewerten wir ihre Forderungen, entwickeln individuelle Strategien und beraten, wie sich der einzelne Anleger jetzt am besten verhalten soll. Dabei hilft uns unsere langjährige Erfahrung bei der Bearbeitung gleichartiger Fälle.

Rechtsanwalt Straetmanns

dmp@derra-ul.de

Stand: 03/2016

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