Familienrecht

In Deutschland wird jede dritte Ehe geschieden, Partnerschaften ohne Trauschein werden beendet. Hieraus entsteht das persönliche Bedürfnis und die Notwendigkeit, sich im Vorfeld mit dem Familienrecht auseinanderzusetzen: Soll vor der Heirat ein Ehevertrag geschlossen werden? Was wird aus den Kindern nach Trennung und Scheidung? Welche Bedeutung haben dabei Worte wie Sorgerecht und Umgangsrecht? Welche Unterhaltsansprüche haben die Kinder und die Ehegatten? Wer bleibt in der bisherigen Wohnung oder im einst mit viel Liebe und Energie gemeinsam gebauten Haus? Was passiert mit dem gemeinsamen Vermögen – was mit den Schulden? Wird es dafür einen Ausgleich geben?

Beratung zu Eheverträgen, Scheidung, Sorgerecht und Unterhaltsansprüchen

Diese und noch viele weitere Fragen sind sehr komplex und durch die Besonderheiten des jeweiligen Einzelfalls gekennzeichnet, so dass eine Beratung und Vertretung durch einen Anwalt unerlässlich ist. Derra, Meyer & Partner ist durch jahrelange Erfahrung und ständige Weiterbildung in der Lage, den Mandanten gerade in Zeiten emotionaler Turbulenzen mit kompetentem Rat und Sicherheit in rechtlichen Fragen zur Seite zu stehen.

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Aktuelles

10 Mär
2017

BGH entscheidet zur Möglichkeit, das Wechselmodell durch Umgangsregelungen familiengerichtlich anordnen zu lassen

Lange war es umstritten und die Gerichte taten sich schwer, gegen den Willen eines Elternteils das sogenannte Wechselmodell, im Rahmen dessen Eltern ihre Kinder im gleichen Umfang betreuen, gerichtlich anzuordnen.

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Lange war es umstritten und die Gerichte taten sich schwer, gegen den Willen eines Elternteils das sogenannte Wechselmodell, im Rahmen dessen Eltern ihre Kinder im gleichen Umfang betreuen (paritätisches Wechselmodell), gerichtlich anzuordnen. Nach der bisherigen Ansicht der Gerichte bot weder die Gesetzeslage im Umgangsrecht noch die Gesetzeslage zur elterlichen Sorge eine eindeutige Möglichkeit, dass zwischenzeitlich immer häufiger praktizierte paritätische Wechselmodell gerichtlich anzuordnen, wenn einer der Elternteile dies nicht mittrug.

Nun hat der BGH in seiner Entscheidung vom 01.02.2017, Az. XII ZB 601/15, klargestellt, dass das Gesetz keine Beschränkung des Umgangsrechts dahingehend enthalte, dass vom Gericht angeordnete Umgangskontakte nicht letztlich zu hälftigen Betreuungsanteilen der Eltern führen dürfen. Vielmehr sei es vom Gesetzeswortlaut gedeckt, dass auch eine Betreuung des Kindes durch hälftige Aufteilung der Umgangszeiten gelebt wird. Das gelte ungeachtet dessen, dass das Gesetz selbst vom sogenannten Residenzmodell ausgeht, also ein Elternteil das Kind im Wesentlichen betreut und der andere Elternteil in aller Regel Wochenendumgang wahrnimmt. Eine zum paritätischen Wechselmodell führende Umgangsregelung stehe vielmehr mit dem gemeinsamen Sorgerecht in Einklang, zumal beide Eltern gleichberechtigte Inhaber der elterlichen Sorge sind. Die Anordnung der Betreuung des Kindes im paritätischen Wechselmodell ist jedoch immer noch an die Voraussetzungen geknüpft, dass diese Form der Betreuung dem Kindeswohl am besten entspricht.

Rechtsanwältin Kerstin Rendant-Kühne

dmp@derra-dd.de

Stand: 03/2017

Lange war es umstritten und die Gerichte taten sich schwer, gegen den Willen eines Elternteils das sogenannte Wechselmodell, im Rahmen dessen Eltern ihre Kinder im gleichen Umfang betreuen (paritätisches Wechselmodell), gerichtlich anzuordnen. Nach der bisherigen Ansicht der Gerichte bot weder die Gesetzeslage im Umgangsrecht noch die Gesetzeslage zur elterlichen Sorge eine eindeutige Möglichkeit, dass zwischenzeitlich immer häufiger praktizierte paritätische Wechselmodell gerichtlich anzuordnen, wenn einer der Elternteile dies nicht mittrug.

Nun hat der BGH in seiner Entscheidung vom 01.02.2017, Az. XII ZB 601/15, klargestellt, dass das Gesetz keine Beschränkung des Umgangsrechts dahingehend enthalte, dass vom Gericht angeordnete Umgangskontakte nicht letztlich zu hälftigen Betreuungsanteilen der Eltern führen dürfen. Vielmehr sei es vom Gesetzeswortlaut gedeckt, dass auch eine Betreuung des Kindes durch hälftige Aufteilung der Umgangszeiten gelebt wird. Das gelte ungeachtet dessen, dass das Gesetz selbst vom sogenannten Residenzmodell ausgeht, also ein Elternteil das Kind im Wesentlichen betreut und der andere Elternteil in aller Regel Wochenendumgang wahrnimmt. Eine zum paritätischen Wechselmodell führende Umgangsregelung stehe vielmehr mit dem gemeinsamen Sorgerecht in Einklang, zumal beide Eltern gleichberechtigte Inhaber der elterlichen Sorge sind. Die Anordnung der Betreuung des Kindes im paritätischen Wechselmodell ist jedoch immer noch an die Voraussetzungen geknüpft, dass diese Form der Betreuung dem Kindeswohl am besten entspricht.

Rechtsanwältin Kerstin Rendant-Kühne

dmp@derra-dd.de

Stand: 03/2017

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